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Diesen Winter nahm ich an einem Fotografiekurs teil, der von Mikael Rantalainen, einem örtlichen Fotografen durchgeführt wurde. Auf zahlreichen Exkursionen brachte er uns bei, wie man die finnische Winterlandschaft am besten in Szene setzt, und obwohl es dieses Jahr kaum richtigen Winter hier gab sind dabei ziemlich tolle Bilder herausgekommen. Das Geheimnis ist, dass man kurz vor Sonnenauf- oder -untergang ein interessantes Stückchen Küstenlinie finden muss, und selbst wenn nur ein paar kleine Eisschollen herumtreiben kann man fantastische Bilder schießen.

Es gab auch diesen Winter ein paar richtig kalte Tage an denen es unter -20°C war. Die ersten solcher Tage sind ideal zum Fotografieren, und wir verbrachten beide Tage viele Stunden im Freien. Wenn man sich nicht viel bewegt und nur auf den perfekten Zeitpunkt fürs Foto wartet – oder man sogar flach auf dem Eis herumkrabbelt um einen besonders tollen Winkel für ein Bild zu haben – wird es wirklich sehr, sehr kalt. Aber es ist es wert, da bei diesen Bedingungen die kalte Luft auf die relativ warmen Wassermassen des Meeres trifft, und dabei das Meerwasser wie Rauch aufsteigt. Da es dieses Jahr ein besonders plötzlicher Temperaturabfall war gab es sogar so viel Rauch, dass es schwierig war noch richtig zu fokussieren und klare Aufnahmen zu bekommen.

Wir versuchten auch Bilder am Vantaanjoki und einer weiteren Stelle mit kleinen Stromschnellen zu machen, aber da es dieses Jahr nie für längere Zeit richtig kalt wurde war die Bilderausbeute hier recht mager.

Als ich später meine Aufnahmen am Computer durchging fand ich es interessant wie unterschiedlich die Farben jeden Tag waren. Natürlich sind viele der Bilder unten stark mit Photoshop bearbeitet (ich neige dazu es mit Filtern ein bisschen zu übertreiben, vor allem, wenn ich gerade eine neue Technik oder einen neuen Filter gefunden habe, und es an so gut wie allen Bildern ausprobiere bis es mir wieder zum Hals raushängt). Aber man kann trotzdem deutlich sehen, dass an einem Tag alles lila erschien, am nächsten dann wieder blau, oder auch orange und rot.

 

Auf dem letzten Bild in der Galerie habe ich versehentlich ein paar Nordlichter dazueditiert – natürlich sind diese während Tageslichtstunden nicht sichtbar (und in der Stadt eigentlich auch sonst nicht), aber der Himmel hatte auf dem Originalbild eine komische Farbe. Als ich sie verändern wollte kam plötzlich eine Aurora Borealis dabei heraus. Ich beschloss dann es einfach so zu lassen, obwohl es etwas kitschig aussieht (ist ja nicht so, dass keines der anderen Bilder zu stark bearbeitet wäre…)

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